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Prag in 3 Tagen: Der präzise Reiseplan
Zweiundsiebzig Stunden reichen völlig aus, um beide Ufer der Moldau zu erkunden und die Topografie der tschechischen Hauptstadt zu verstehen. Allerdings bleibt dir in dieser Zeitspanne kaum Spielraum für zeitraubende Museumsbesuche, wenn du auch Randbezirke wie Karlín oder Žižkov entdecken willst.
Von Sophie Dorval, Mitteleuropa-Spezialistin · September 9, 2026 · 9 Min. Lesezeit
Prag hat seinen mittelalterlichen Grundriss bewahrt – das erschwert den Autoverkehr, macht die Stadt aber zum Paradies für Fußgänger. Die goldene Regel lautet: Bündle deine Besichtigungen nach Flussufern, um ständige Wege über die überfüllten Brücken zu vermeiden. Allein über die Karlsbrücke ziehen in der Hochsaison bis zu dreißigtausend Fußgänger am Tag.
Ein Tipp, bevor du losziehst: Um diese Route ganz selbstständig zu verfolgen – in deinem eigenen Tempo, ohne für jede Sehenswürdigkeit eine Führung zu buchen – nimm eine Audioguide-App mit. Du schaltest die ganze Stadt auf einen Schlag frei, und die Erzählung zu jedem Bauwerk startet automatisch, sobald du davorstehst. Genau das bietet CityGuide in Prag.
Konzentriere dich auf ein Viertel pro halbem Tag und sichere dir deine Zeitfenster für die Burg oder den Rathausturm mindestens zwei Wochen vor deiner Abreise.
Tag 1
Die Altstadt und das jüdische Erbe
Erkundung des rechten Ufers, von der astronomischen Uhr bis zu den Synagogen von Josefov.
Die 1410 erbaute astronomische Rathausuhr setzt sich zu jeder vollen Stunde in Bewegung. Der Zugang zum Altstädter Ring ist frei, für den Aufstieg auf den Rathausturm brauchst du jedoch ein Ticket mit Zeitfenster, das morgens schnell vergriffen ist.
Das Jüdische Museum ist kein einzelnes Gebäude, sondern ein Kombiticket für sechs historische Stätten – darunter der Alte Jüdische Friedhof mit seinen zwölftausend übereinandergeschichteten Grabsteinen. Samstags bleibt das gesamte Areal wegen des Schabbats geschlossen.
Auf dem Havelská-Markt von 1232 wurde einst Obst und Gemüse für die ganze Stadt verkauft. Heute findest du hier Streetfood-Stände für einen schnellen Snack zu deutlich günstigeren Preisen als in den Restaurants am Altstädter Ring.
Die Fassade der Teynkirche mit ihren zwei asymmetrischen, 80 Meter hohen Türmen wird von den vorgelagerten Häusern des Marktplatzes verdeckt. Der Einlass erfolgt durch eine schmale Passage; eine kleine freiwillige Spende wird am Eingang empfohlen.
Die alten Eisspeicher am Náplavka-Ufer wurden in runde Bars verwandelt, die direkt in die Stützmauern eingelassen sind. Der Zugang zur Uferpromenade ist kostenlos und zieht die Prager gleich nach Feierabend an.
Tag 2
Königliche Macht und barocke Pracht
Das Burgareal, der Abstieg zur Kleinseite und die Überquerung der Moldau.
Für die Prager Burg empfiehlt sich der Rundgang (Circuit), den du vorab online kaufen solltest. Der Zugang zum 70.000 Quadratmeter großen Außengelände ist kostenlos, das Ticket wird erst für den Veitsdom und das Goldene Gässchen verlangt.
Die barocken Terrassengärten unterhalb der Burg eröffnen einen weiten Blick über das Meer aus Ziegeldächern. Der südliche Zugang über die Wallenstein-Gärten ist kostenfrei und schließt im Sommer am späten Nachmittag.
Im Viertel Malá Strana ballen sich Botschaften und Adelspaläste aus dem 17. Jahrhundert. Unser Audioguide erzählt dir alle Hintergründe zum Bau der Kirche St. Nikolaus, deren wuchtige Kuppel die Jesuiten einst finanziell ruinierte.
Die John-Lennon-Mauer, die seit der Ermordung des Musikers im Jahr 1980 mit Graffitis bedeckt wird, gehört dem Malteserorden. Direkt dahinter bietet der Park der Insel Kampa freien Zugang zum Flussufer.
Die 1402 vollendete Karlsbrücke ruht auf sechzehn Sandsteinbögen. Komm am besten spät am Abend oder frühmorgens hierher, um dem Gedränge zu entgehen und die dreißig barocken Statuen in Ruhe zu betrachten.
Vor Ort lässt du dich einfach führen
Der CityGuide-Audioguide für Prag startet von selbst an jeder Station deiner Route.
Kompletter Audioguide
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Tag 3
Panoramen und moderne Geschichte
Von bewaldeten Hügeln über die Schauplätze der Samtenen Revolution bis zur Ursprungsfestung.
Die Standseilbahn von 1891 hinauf zum Petřín-Hügel ist im normalen Nahverkehrsticket enthalten. Oben ragt der an den Eiffelturm angelehnte Aussichtsturm 63,5 Meter in die Höhe; für den Aufstieg benötigst du ein eigenes Ticket.
Die 1348 von Karl IV. gegründete Neustadt konzentriert sich rund um den Wenzelsplatz. Hier verbrannte sich 1969 Jan Palach aus Protest gegen den Einmarsch der Sowjets.
Das Wohnviertel Vinohrady erreichst du bequem mit der Metrolinie A – fernab der Touristenströme. In den Lokalen rund um den Platz Jiřího z Poděbrad kostet ein frisch gezapftes Pilsner spürbar weniger als im historischen Zentrum.
Die Festung Vyšehrad beherbergt den Nationalfriedhof, auf dem unter anderem der Komponist Antonín Dvořák ruht. Die Parkanlage ist frei zugänglich und bietet von ihren Festungsmauern aus dem 17. Jahrhundert ein Panorama über den Fluss.
Der Letná-Park überblickt die Stadt vom Sockel des einstigen Stalin-Denkmals aus, das 1962 gesprengt wurde. Der große Biergarten unter den Kastanienbäumen nimmt keine Reservierungen an und akzeptiert nur Barzahlung.
6 praktische Tipps für Prag
- Das 72-Stunden-Ticket für den Nahverkehr kaufst du an den gelben Automaten. Es muss zwingend bei der ersten Fahrt entwertet werden, sonst droht ein Bußgeld.
- Wechselstuben am Flughafen oder am Hauptbahnhof verlangen oft versteckte Gebühren. Hebe Kronen stattdessen direkt an regulären Bankautomaten wie der ČSOB ab und lehne die dynamische Währungsumrechnung ab.
- Montags haben die Nationalgalerie und das Jüdische Museum regulär geöffnet, viele andere Museen bleiben jedoch geschlossen. Prüfe vorab unbedingt die Öffnungszeiten im Winter.
- Die Straßenbahnlinie 22 durchquert das gesamte historische Zentrum, von Vinohrady hinauf zur Burg. Sie kostet den regulären Fahrpreis, ist zur Mittagszeit allerdings oft sehr voll.
- Trinkgeld ist auf der Rechnung nicht inbegriffen. Üblich ist es, auf den nächsten sinnvollen Betrag aufzurunden oder bei gutem Service am Tisch rund 10 % zu geben.
- Fahrdienst-Apps wie Bolt oder Uber sind in Prag legal und streng reguliert. Sie schützen zuverlässig vor den bekannten Abzocken bei frei herangewunkenen Taxis am Wenzelsplatz.
Verstehen, was man sieht
Sehenswürdigkeiten auf einer Karte aneinanderzureihen, verspricht einen schönen Spaziergang. Doch wer nicht weiß, dass der Prager Fenstersturz den Dreißigjährigen Krieg auslöste, verpasst das Wesentliche. Tschechische Geschichte wurde genau in diesen Gassen geschrieben.
Genau hier kommt eine Audioguide-App wie CityGuide ins Spiel: Sie erkennt, wo du dich befindest, und startet die Erzählung zum jeweiligen Ort im richtigen Moment, während du von einer Station zur nächsten läufst – Hände und Augen frei, sogar offline. So folgst du deiner Route, ohne jemals im Dunkeln zu tappen.
— Häufig gestellte Fragen
Häufig gestellte Fragen
Ja, für die zentralen Stadtteile wie Staré Město, Malá Strana, die Burg und einen Aussichtshügel wie Petřín oder Vyšehrad reicht das gut. Ein vierter Tag wäre nötig, wenn du große Museen wie die Nationalgalerie besichtigen oder Viertel wie Holešovice erkunden möchtest.
Ohne Flüge genügt ein überschaubares Tagesbudget pro Person. Ein großes Bier kostet meist nur wenige Dutzend Kronen, und ein Hauptgericht in einer traditionellen Hospoda liegt im Schnitt bei einigen Hundert Kronen.
Für den Rundgang durch die Prager Burg und die Turmbesteigung der Rathausuhr empfiehlt sich ein Online-Ticket, um lange Warteschlangen an den Kassen zu umgehen. Parks und kleinere Stadtteilkirchen sind in der Regel frei zugänglich.
Der Oberleitungsbus 59 fährt direkt vom Terminal zur Metrostation Nádraží Veleslavín (Linie A). Für die gesamte Fahrt ins Zentrum genügt ein gewöhnliches Nahverkehrsticket, das für das gesamte Netz gültig ist.
Mai und September bieten angenehme Temperaturen um die 20 Grad – perfekt für Erkundungen zu Fuß. Im Dezember zieht der berühmte Weihnachtsmarkt am Altstädter Ring viele Besucher an, was die Hotelpreise spürbar steigen lässt.
Meide die Großraumclubs rund um die Karlsbrücke. Geh lieber in die Krymská-Straße mit ihren alternativen Bars im Viertel Vršovice oder in die urigen Kneipen von Žižkov – dem Viertel mit den meisten Schanklizenzen pro Kopf in ganz Prag.
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Prag im Ohr
Die CityGuide-App bietet ortsbezogene Touren, die von lokalen Historikern entwickelt wurden. Du startest die Wiedergabe, steckst dein Smartphone weg und lauschst beim Gehen den Geschichten hinter den barocken Fassaden.
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