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Kostenloser Audioguide Prager Burg: Der komplette Text zum Lesen

Du suchst einen kostenlosen Audioguide für die Prager Burg? Entdecke hier den vollständigen Text zum freien Lesen und höre einen Auszug aus unserem Audioguide.

Das CityGuide-Team · September 8, 2026 · Lesezeit: 6 Min.

Prag > Prager Burg
Foto : William Zhang · Unsplash

Du gehst den Hradschin-Hügel hinauf und stehst plötzlich vor einer regelrechten befestigten Stadt. Die Prager Burg thront seit über tausend Jahren über der Moldau. Sie ist das größte geschlossene Burgareal der Welt. Viele Besucher glauben, dass man sofort bezahlen muss, um die Tore zu passieren. Die Realität sieht ganz anders aus: Das Flanieren durch die Burghöfe, das Bewundern der gotischen Fassaden und das Durchqueren eines Teils der Gassen kostet dich absolut gar nichts.

Um diese Festung in vollen Zügen zu genießen, ohne ein Vermögen für Leihgeräte auszugeben, schenken wir dir hier unseren gesamten Führungstext. Nimm dir die Zeit, diese sechs spannenden Kapitel vor oder während deines Spaziergangs zu lesen. Wenn du lieber eine Stimme im Ohr hast: Unsere vollständige App ist zwar kostenpflichtig, aber du kannst dir direkt darunter einen ersten Ausschnitt völlig kostenlos anhören.

Höre eine Hörprobe des Audioguides

Möchtest du wissen, wie unsere akustische Entdeckungsreise klingt, bevor du die Stadt erkundest? Starte diesen kostenlosen zwanzigsekündigen Ausschnitt, um die Stimme unseres Erzählers kennenzulernen. Der komplette Audioguide für Prag ist anschließend in der App erhältlich.

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Prag > Prager Burg

20-Sekunden-Hörprobe. Der komplette Audioguide der Stadt ist kostenpflichtig.

Prager Burg: Was ist kostenlos und was kostenpflichtig?

Die Zugangsregeln der Burg mögen auf den ersten Blick unübersichtlich wirken. Hier siehst du genau, was du ohne Bezahlung besichtigen kannst und wofür ein Ticket nötig ist.

Kostenlos

Höfe, Gassen und Außenbereich

Du kannst dich in sämtlichen Burghöfen und den äußeren Gassen frei bewegen, sofern du die Sicherheitskontrolle am Eingang passierst.

Kostenlos

Vorderer Bereich des Kirchenschiffs im Veitsdom

Der Zugang am Eingang des Doms ist vollkommen frei, um einen Blick auf die gotischen Gewölbe zu werfen; der Chorbereich und die Kapellen sind jedoch kostenpflichtig.

Kostenpflichtig

Historischer Rundgang durch die Innenräume

Für den vollständigen Zutritt zur St.-Georgs-Basilika, zum Alten Königspalast und zum berühmten Goldenen Gässchen ist ein offizielles Ticket erforderlich.

Kostenlos

CityGuide-Führungstext

Der vollständige, auf dieser Seite veröffentlichte Begleittext ist frei zugänglich und ohne Registrierung nutzbar, um deinen Besuch völlig unabhängig vorzubereiten.

Der vollständige Kommentar zur Prager Burg

Hier ist die Erzählung, die unsere Guides Reisenden entlang der gepflasterten Höfe ins Ohr flüstern. Nimm dir Zeit, schau dich um und tauche ein in die Geschichte Böhmens.

1. Was du vor Augen hast

Du stehst im Herzen eines gigantischen Steinlabyrinths, das sich über fast siebzigtausend Quadratmeter erstreckt. Dies ist keine isolierte Burg mit vier Ecktürmen, sondern eine echte Oberstadt hoch auf ihrem Felsvorsprung. Vor dir ragen die schwarzen, fein gemeißelten Türme des Veitsdoms empor, dessen Silhouette die Dächer der tschechischen Hauptstadt majestätisch überragt. Ringsum ordnen sich drei aufeinanderfolgende Höfe an, verbunden durch gewölbte Durchgänge und massive Tore. Renaissancepaläste stehen neben strengen mittelalterlichen Mauern, während die barocken Fassaden des achtzehnten Jahrhunderts das Ensemble in einem charakteristischen Blassgelb vereinheitlichen. Die Wachen in blauen Uniformen halten vor dem Haupteingang Wache. Bis heute weht die Fahne des Präsidenten auf dem Dach des offiziellen Palastes, wenn das Staatsoberhaupt im Land weilt. Du bewegst dich an einem lebendigen Ort, der seit dem neunten Jahrhundert ohne Unterbrechung religiöse, politische und militärische Macht vereint.

2. Der Bau eines Giganten

Alles beginnt um das Jahr 880 mit Fürst Bořivoj, dem ersten christlichen Herrscher aus der Dynastie der Přemysliden. Ursprünglich beherrscht eine einfache Holzfestung mit Gräben und einem Erdwall die Schleife der Moldau. Im Laufe der Generationen ersetzt Stein das Holz, um wiederholten Angriffen standzuhalten. Kaiser Karl IV. verwandelt das Areal im vierzehnten Jahrhundert in eine prächtige gotische Residenz, die des Heiligen Römischen Reiches würdig ist. Er beauftragt die monumentale Baustelle des Veitsdoms, anvertraut dem jungen französischen Architekten Matthias von Arras und danach dem deutschen Genie Peter Parler. Die Hussitenkriege und verheerende Brände unterbrechen die Arbeiten jedoch über Jahrhunderte hinweg. Es sollte fast sechshundert Jahre dauern, bis 1929 das Kirchenschiff und die Westfassade endgültig vollendet wurden. Im achtzehnten Jahrhundert hatte Kaiserin Maria Theresia von Österreich zudem eine große architektonische Vereinheitlichung angeordnet, die den Außenflügeln jenes nüchterne klassizistische Aussehen verlieh, das du heute bewunderst.

3. Ein denkwürdiges Ereignis: Der Prager Fenstersturz von 1618

Blicke hinauf zu den hohen Fenstern des Alten Königspalastes, die über den Gärten liegen. Genau hier entschied sich am 23. Mai 1618 das Schicksal von ganz Mitteleuropa. Protestantische böhmische Adlige, empört über die ständigen Angriffe der katholischen Habsburger-Dynastie auf ihre Religionsfreiheit, dringen bewaffnet in die Kanzlei ein. Nach einem heftigen Wortgefecht mit den kaiserlichen Statthaltern packen sie zwei von ihnen samt ihrem unglückseligen Sekretär und werfen sie kurzerhand in die Tiefe. Die drei Männer stürzen etwa siebzehn Meter an der Felswand hinab. Wie durch ein Wunder überleben sie den schrecklichen Sturz, da sie Zeugen zufolge auf einer weichen Grasböschung landen – oder, laut Volksmund, auf einem Misthaufen. Dieser Akt offener Rebellion markiert den unmittelbaren Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges, eines der blutigsten und verheerendsten Konflikte in der Geschichte des europäischen Kontinents.

Der komplette Audioguide für Prag

Der Text dieser Seite gehört zum CityGuide-Audioguide, der vor jedem Ort der Stadt von selbst startet.

Kompletter Audioguide

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4,8/5 · 15 Bewertungen

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4. Ein Detail, das niemand bemerkt

Wenn man an den Außenwänden des Veitsdoms entlanggeht, schauen die meisten Spaziergänger nur auf die Portale. Achte jedoch genau auf die Dutzenden grotesken Wasserspeier im oberen Bereich der Strebepfeiler. Unter den Fabelwesen, zähnefletschenden Drachen und Dämonen, die von namenlosen Steinmetzen geschaffen wurden, verbirgt sich ein völlig ungewöhnliches Gesicht. Bei der letzten Wiederaufbauphase zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts verewigten die Bildhauer zeitgenössische Baumeister im Kalkstein. So kannst du den Bauleiter Kamil Hilbert entdecken, der eine runde Intellektuellenbrille und moderne Kleidung trägt. In der Nähe der Goldenen Pforte zeigt ein venezianisches Mosaik aus dem vierzehnten Jahrhundert das Jüngste Gericht mit mehr als einer Million Glasfragmenten und Steinen aus der Region. Dieses Meisterwerk hat die Härten des böhmischen Winters dank intensiver wissenschaftlicher Restaurierungen in jüngster Zeit wie durch ein Wunder überstanden.

5. Die dunkle Seite der Macht

Die Prager Burg beherbergte nicht nur gekrönte Häupter und aufgeklärte Herrscher. Ihre Keller und Höfe waren auch Schauplatz schrecklicher Kerker und von Unterdrückungsregimen. Unter Kaiser Rudolf II. dienten der düstere Daliborka-Turm und der Weiße Turm als gefürchtete Gefängnisse, in denen politische Gegner und gestürzte Alchemisten verrotteten. Später, im März 1939, verbrachte Adolf Hitler nach dem Einmarsch in die Tschechoslowakei die Nacht in diesen Mauern, um das Protektorat Böhmen und Mähren auszurufen. Während der NS-Besatzung schlug der berüchtigte Reinhard Heydrich hier sein Hauptquartier auf, bevor er Ziel eines Attentats durch Widerstandskämpfer wurde. Wiederum später, unter dem kommunistischen Joch des Kalten Krieges, wurden die Palastgemächer zu stummen Zeugen unerbittlicher Säuberungen und inszenierter Schauprozesse. Das Gedächtnis der Steine auf dem Hradschin bewahrt die Spuren dieser tragischen Epochen, die die widerstandsfähige Seele der Stadt geprägt haben.

6. Was heute davon bleibt

Nach der Samtenen Revolution von 1989 wird der Dramatiker und Dissident Václav Havel Präsident. Er beschließt, diesen schlafenden Palast zu wecken, indem er die Tore der Höfe und die königlichen Gärten unverzüglich für die Öffentlichkeit öffnet. Havel lässt die Uniformen der Burgwache vom Kostümbildner des Films Amadeus von Miloš Forman neu entwerfen. Heute gelingt dem Burgkomplex ein seltener Spagat: Er ist Nervenzentrum der Republik und zugleich beliebte Flaniermeile für jedermann. Du kannst frei durch die gepflasterten Höfe schlendern, die Kühle der historischen Torbögen spüren und ein außergewöhnliches Panorama über die roten Dächer der Kleinseite genießen, ohne auch nur einen Cent auszugeben. Der Ort zieht täglich Reisende aus aller Welt an, die eine Atmosphäre erleben möchten, in der die Last der Jahrhunderte bei jedem Schritt über das uralte Pflaster spürbar wird.

Drei Möglichkeiten, die Prager Burg zu besichtigen

Um die Details der Burg zu verstehen, stehen dir je nach Reisestil und Budget mehrere Optionen offen.

Der offizielle Audioguide vor Ort

An den Kassen der Burg wird für die kostenpflichtigen Innenräume ein Leihgerät angeboten. Es bietet eine sehr detaillierte Tour zu den historischen Sammlungen, erfordert jedoch Anstehen und muss vor Schließung zurückgegeben werden.

Online-Videos und Reiseartikel

Reiseblogs zu lesen oder auf dem Smartphone in den Höfen ein YouTube-Video anzuschauen, ist kostenlos. Das ist praktisch für schnelle Orientierung, bietet aber keine geführte Route und die historische Qualität ist oft schwankend.

Die CityGuide-App

CityGuide verwandelt dein Smartphone in einen persönlichen Guide. Die App ortet deine Schritte per GPS und spielt beim Gehen automatisch mitreißende Geschichten ab. Der vollständige Stadtführer ist kostenpflichtig, begleitet dich aber durch ganz Prag.

Praktische Tipps für deinen Besuch

Die Wachablösung

Täglich um Punkt 12:00 Uhr findet im ersten Hof die feierliche Wachablösung mit Fanfaren und dem Austausch der Standarten statt. Um die Zeremonie zu sehen, ohne in dritter Reihe zu stehen, solltest du mindestens zwanzig Minuten vorher am Hauptgitter eintreffen.

Sicherheitskontrollen

An jedem Zugang zum Areal gibt es eine Sicherheitskontrolle mit Torsonde und Taschenüberprüfung. Am Vormittag kann die Wartezeit über dreißig Minuten betragen. Komm am besten früh am Morgen oder am späten Nachmittag, um lange Wartezeiten zu vermeiden.

Anfahrt und Aufstieg

Um dir den anstrengenden Fußaufstieg zu ersparen, nimm die Straßenbahn bis zur Haltestelle Pražský hrad direkt hinter den Wehrmauern. So betrittst du das Gelände mühelos von der Seite und kannst am Ende deines Besuchs bequem zur Kleinseite hinunterspazieren.

Offizielle Preise und Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten der Außenhöfe und der historischen Gebäude variieren je nach Saison. Auch die Ticketpreise werden regelmäßig angepasst. Prüfe vor deinem Besuch am besten die aktuellen Tarife und Zeiten auf der offiziellen Website.

— Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Prager Burg

Nein, vor Ort gibt es keinen kostenlosen offiziellen Audioguide. Die Burgverwaltung verleiht kostenpflichtige Geräte am Informationsschalter. Bei CityGuide stellen wir dir den gesamten historischen Text auf dieser Seite sowie eine kurze Audio-Hörprobe kostenlos zur Verfügung, unsere vollständige Stadt-App ist jedoch kostenpflichtig.

Ja, ein abgegrenzter Bereich direkt hinter dem Eingangsportal des Doms ist kostenlos zugänglich. Von dort aus kann man die beeindruckende Höhe des Kirchenschiffs und die vorderen Glasfenster bestaunen. Um den Chor, die Wenzelskapelle und die königliche Krypta zu besichtigen, benötigst du jedoch ein Ticket für den Rundgang.

Der Zugang zu den drei Haupthöfen, den gewölbten Durchgängen und den Außenwegen ist völlig kostenlos. Du musst lediglich die Sicherheitskontrollen an den Toren passieren. Nur für die Museen, historischen Kirchen und das Goldene Gässchen wird eine Eintrittskarte benötigt.

Die feierliche Zeremonie findet jeden Tag um 12:00 Uhr im ersten Hof statt, begleitet von Bläsern der Militärkapelle aus den Palastfenstern. Kleinere, schlichte Wachablösungen erfolgen zudem zu jeder vollen Stunde an den verschiedenen Wachhäuschen der Burg.

Rechne mit etwa eineinhalb Stunden, wenn du nur kostenlos durch die Höfe spazieren und die Fassaden betrachten möchtest. Wenn du ein Ticket kaufst, um das Innere des Veitsdoms, den Alten Königspalast, die St.-Georgs-Basilika und das Goldene Gässchen zu erkunden, solltest du mindestens drei Stunden einplanen.

Tickets sind in den Informationszentren im zweiten und dritten Hof der Burg oder im offiziellen Online-Ticketshop erhältlich. Sei vorsichtig bei inoffiziellen Straßenverkäufern: Informiere dich stets auf der offiziellen Website über aktuelle Besichtigungsoptionen und geltende Tarife.

— Weiter gehen

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