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Historischer und praktischer Guide

Kostenloser Audioguide Tower of London: Der Lesetext

Du möchtest die historische Festung erkunden, ohne extra für einen Audioguide zu zahlen? Hier findest du den vollständigen Text zum kostenlosen Lesen, eine Hörprobe und unsere Tipps für deinen Besuch.

Antoine von CityGuide · September 8, 2026 · 7 Min. Lesezeit

London > Tower of London
Foto : Heinz Klier · Pexels

Am Ufer der Themse gelegen, ist die Tower of London ein unverzichtbares Wahrzeichen der britischen Landschaft. Diese einstige Königsresidenz, Staatsgefängnis und mittelalterliche Festung vereint fast tausend Jahre politischer Intrigen, berühmter Hinrichtungen und militärischer Traditionen. Dennoch stellt die Besichtigung für Reisende ein nicht unerhebliches Budget dar.

Auf dieser Seite bieten wir dir den vollständigen historischen Kommentar des Denkmals zum Lesen sowie eine kurze Hörprobe. Unsere vollständige CityGuide-App für London ist kostenpflichtig, aber der hier bereitgestellte Text und die Hörprobe sind vollkommen kostenlos, damit du deinen Ausflug ganz entspannt vorbereiten kannst.

Hör dir einen Auszug aus dem Audioguide an

Erlebe die CityGuide-Erzählung anhand dieser zwanzigsekündigen Hörprobe. Der obige Volltext steht dir kostenlos zur Verfügung, während der umfassende Audioguide für die gesamte Stadt Teil unseres kostenpflichtigen Angebots ist.

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London > Tower of London

20-Sekunden-Hörprobe. Der komplette Audioguide der Stadt ist kostenpflichtig.

Was kostenlos ist und was kostet

Damit du deinen Aufenthalt ohne böse finanzielle Überraschungen planen kannst, findest du hier eine genaue Übersicht darüber, was frei zugänglich ist und wofür Eintritt anfällt.

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Text-Guide und Hörprobe

Der ausführliche Informationstext auf dieser Seite und der Audioausschnitt sind ohne Anmeldung frei zugänglich.

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Außenbereiche, Gräben und Ufer

Der Blick auf die Festungsmauern vom Themseufer und der unmittelbaren Umgebung der Tower Bridge ist kostenlos.

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Eintrittskarte zum Denkmal

Der Zugang ins Innere der Festungsmauern, zum White Tower und zur Schatzkammer der Kronjuwelen ist kostenpflichtig.

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CityGuide London Audio-App

Die vollständige Audiotour mit GPS-gestützter automatischer Wiedergabe in ganz London ist Teil unseres Bezahlangebots.

Der vollständige Kommentar zur Tower of London

Lies dir diese sechs Abschnitte vor den Festungsmauern oder vor dem Betreten der Tore aufmerksam durch, um kein historisches Detail des Denkmals zu verpassen.

1. Was du vor Augen hast

Wenn du vor der Tower of London stehst, blickst du auf eine imposante Festungsanlage, die sich über fast fünf Hektar erstreckt. Die Themse fließt direkt hinter dir und erinnert an die strategische Bedeutung dieses Flussriegels. Im Zentrum des Komplexes erhebt sich der White Tower, der ursprüngliche Bergfried mit seinen vier unverwechselbaren Türmen. Ringsherum zeugen zwei konzentrische Ringe dicker Wehrmauern und ein breiter Graben von Jahrhunderten militärischer Verfeinerung. Die grauen und ockerfarbenen Steine erzählen von verschiedenen Bauphasen, vom normannischen Kalkstein aus Caen bis hin zu viktorianischen Ergänzungen. Dir fällt sofort diese einzigartige Mischung aus militärischer Strenge und königlicher Pracht auf. Einst von schlammigem Wasser gefüllt, bietet der trockengelegte Graben heute einen beeindruckenden Blick auf die Reihe mittelalterlicher Türme. Dieser Ort war nie eine gewöhnliche Burg, sondern eine regelrechte befestigte Stadt, die einer langen Belagerung standhalten und gleichzeitig dem Herrscher von England und seinem Hofstaat Schutz bieten konnte.

2. Der Bau durch Wilhelm den Eroberer

Die Geschichte beginnt 1066 mit dem Sieg Wilhelms des Eroberers in der Schlacht bei Hastings. Um seine Macht über die feindselige Londoner Bevölkerung zu sichern, befahl der neue normannische König den Bau einer Holzfestung, die bereits 1078 durch Stein ersetzt wurde. Er ließ weißen Kalkstein aus der Normandie per Schiff herbeischaffen, um den White Tower zu errichten, der der Anlage ihren Namen gab. Zu jener Zeit existierte in der gesamten Region kein ziviles Bauwerk dieser Höhe. Das Ziel war unmissverständlich: die angelsächsischen Rebellen in Schrecken zu versetzen, sie zu beherrschen und die Macht des neuen Monarchen zu demonstrieren. Im Laufe der Jahrhunderte erweiterten Könige wie Richard Löwenherz, Heinrich III. und Eduard I. das Areal erheblich. Sie ergänzten flutbare Gräben, neue Wehrtürme und Ringmauern. Dieses Meisterwerk mittelalterlicher Militärarchitektur vereint anglo-normannische Verteidigungskunst mit Neuerungen aus den Kreuzzügen und verwandelte eine schlichte Garnison in eine Festung von legendärer Uneinnehmbarkeit.

3. Die Kronjuwelen

Im Herzen der Festung befindet sich die begehrteste Attraktion der gesamten Anlage: die Kronjuwelen. In den Waterloo Barracks aufbewahrt, werden diese unschätzbaren Schätze bis heute bei britischen Krönungen und Staatszeremonien genutzt. Die Sammlung umfasst mehr als dreiundzwanzigtausend Edelsteine, gefasst auf Kronen, Zeptern, Reichsapfeln und rituellen Schwertern. Zu den herausragendsten Stücken zählen der spektakuläre Koh-i-Noor-Diamant sowie der Cullinan I, der im königlichen Zepter mit dem Kreuz thront. Diese Tradition reicht bis zur Herrschaft Karls II. zurück, der nahezu alle königlichen Insignien neu anfertigen lassen musste, nachdem sie während des Bürgerkriegs von Oliver Cromwell zerstört worden waren. Der Zugang zu diesem Saal ist im regulären Eintrittsticket des Denkmals enthalten. Du gleitest dort auf einem Rollband an den Vitrinen vorbei, um den Besucherstrom zu lenken, während bewaffnete Wachen dieses strahlende Symbol der Monarchie Tag und Nacht schützen.

Der komplette Audioguide für London

Der Text dieser Seite gehört zum CityGuide-Audioguide, der vor jedem Ort der Stadt von selbst startet.

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4. Das Geheimnis der sechs Raben

Wenn du deinen Blick über die Rasenflächen schweifen lässt, wirst du unweigerlich große schwarze Vögel mit glänzendem Gefieder entdecken. Das sind die berühmten Raben der Festung, die aufgrund eines alten, König Karl II. zugeschriebenen Erlasses hier gehalten werden. Die Legende besagt, dass die Festung einstürzen und die britische Monarchie untergehen werde, sollten die Raben jemals den Ort verlassen. Um dieser düsteren Prophezeiung zuvorzukommen, leben stets mindestens sechs Raben auf dem Gelände, ergänzt durch ein oder zwei Reserveraben. Sie alle tragen einen farbigen Ring am Fuß und hören auf Namen, die von den Wächtern ausgewählt wurden. Ein Yeoman Warder trägt sogar den offiziellen Titel des Ravenmaster, des Rabenmeisters. Er kümmert sich um ihre tägliche Fütterung mit rohem Fleisch und in Blut getränkten Keksen. Ihre Schwungfedern werden leicht gestutzt, um Ausflüge zu verhindern und damit den symbolischen Fortbestand des Königreichs zu sichern.

5. Die dunkle Seite und das Verrätertor

Die Tower of London ruft auch eine lange Reihe von Folterungen, politischen Inhaftierungen und blutigen Hinrichtungen ins Gedächtnis. Berühmte Persönlichkeiten passierten das gefürchtete Traitors' Gate, das Verrätertor, wo sie per Boot über die Themse ohne Aussicht auf Rückkehr eintrafen. Zu den bekanntesten Gefangenen gehörten Anne Boleyn und Catherine Howard, verstoßene Ehefrauen Heinrichs VIII., die beide abseits neugieriger Blicke auf dem Tower Green enthauptet wurden. Der Ort war zudem Schauplatz mysteriöser Vorfälle, wie dem Verschwinden der beiden jungen Prinzen Eduard und Richard, die mutmaßlich auf Geheiß ihres Onkels Richard III. im Bloody Tower ermordet wurden. Während die meisten öffentlichen Hinrichtungen vor einer grölenden Menge auf dem nahegelegenen Hügel Tower Hill stattfanden, erwartete hochrangige Verräter hinter den Mauern ein düsteres Schicksal. Selbst während der beiden Weltkriege des zwanzigsten Jahrhunderts wurden hier feindliche Spione in den Gräben füsiliert.

6. Was heute geblieben ist

Heute hat die Festung ihre Rolle als Gefängnis verloren und zählt zu den meistbesuchten historischen Denkmälern des Vereinigten Königreichs. Sie beherbergt nach wie vor eine außergewöhnliche, lebendige Gemeinschaft aus den Yeoman Warders und ihren Familien, die direkt hinter den Wehrmauern wohnen. Diese zeremoniellen Wachen, erkennbar an ihren dunkelblauen oder prunkvollen roten Uniformen, sind ausnahmslos ehemalige Berufssoldaten, die für ihre langen Dienstzeiten ausgezeichnet wurden. Jeden Abend zelebrieren sie ausnahmslos die Ceremony of the Keys, ein siebenhundert Jahre altes Ritual des Torschließens, das noch nie versäumt wurde. Obwohl sie zum UNESCO-Welterbe gehört und von den hochmodernen Wolkenkratzern der City of London umgeben ist, bewahrt die Festung ihre erhabene Atmosphäre vollkommen unversehrt. Sie erinnert Einheimische wie Besucher daran, dass London einst Stein für Stein um diese tausendjährige Garnison herum erbaut wurde – als unerschütterlicher Zeuge der Triumphe und Tragödien der englischen Geschichte.

Drei Möglichkeiten, die Geschichte der Festung zu entdecken

Hier sind die drei wichtigsten Methoden, um die Erzählungen über die Festung während deines Aufenthalts zu hören oder zu lesen.

Der offizielle Audioguide vor Ort

Erhältlich am Empfang des Denkmals als Leihgerät oder per speziellem Download. Er kostet extra zum Eintrittsticket und erfordert ein an den Ort gebundenes Gerät.

Online-Videos und Podcasts

Im Internet gibt es kostenlose Berichte und historische Videos. Das ist lehrreich, aber unpraktisch beim Gehen zu hören und verbraucht viel Akku und Datenvolumen.

Die CityGuide London App

Der Leseguide auf dieser Seite ist frei zugänglich. Die kostenpflichtige App übernimmt in der Stadt die Führung und löst die Audiospuren beim Gehen per GPS aus.

Tipps für deinen Besuch

Das Panorama von außen genießen

Wenn dein Budget den Kauf eines Eintrittstickets nicht zulässt, nimm dir die Zeit, am Themseufer und rund um die Tower Bridge spazieren zu gehen. Der Blick auf die Wehranlagen und den ehemaligen Graben ist komplett kostenlos und äußerst eindrucksvoll.

Preise prüfen und im Voraus buchen

Für den Einlass ins Innere benötigst du ein Ticket, dessen Preis du auf der offiziellen Website einsehen kannst. Buche dein Zeitfenster unbedingt vorab, um stundenlanges Warten an den Kassen im Freien zu vermeiden.

An der Beefeater-Tour teilnehmen

Falls du ein Ticket für den Innenbereich gelöst hast, solltest du dir die Führungen der Yeoman Warders nicht entgehen lassen. Ihre lebendigen Geschichten sind im Eintrittspreis inbegriffen und starten regelmäßig nahe dem Eingang.

Die Kronjuwelen zuerst ansteuern

Vor der königlichen Schatzkammer bilden sich die längsten Warteschlangen der gesamten Festung. Begib dich morgens gleich nach Öffnung der Tore direkt zu diesem Gebäude, um die Vitrinen vor dem Eintreffen der Reisegruppen zu bestaunen.

— Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen zur Tower of London

Nein, am Eingang des Denkmals werden keine kostenlosen Leihgeräte ausgegeben. Das Mieten des offiziellen Audioguides vor Ort erfordert einen Aufpreis. Deshalb stellen wir dir diesen vollständigen Lesekommentar auf unserer Seite frei zur Verfügung, ergänzt durch eine kurze Gratis-Hörprobe.

Die genauen Eintrittspreise solltest du auf der offiziellen Website von Historic Royal Palaces nachlesen. Der Betrag ist gehoben, deckt jedoch den Zugang zu den verschiedenen Türmen, den Kronjuwelen und den Führungen der Yeoman Warders ab.

Diese Führungen erfordern nach Passieren der Ticketkontrolle keinen Aufpreis. Sie sind im regulären Eintrittspreis des Denkmals inbegriffen und starten den ganzen Tag über in regelmäßigen Abständen.

Die Öffnungszeiten variieren je nach Saison und Wochentag. Informiere dich vor deinem Besuch unbedingt auf der offiziellen Website über die genauen Zeiten, da der letzte Einlass meist deutlich vor der endgültigen Torschließung erfolgt.

Plane zwischen zweieinhalb und drei Stunden ein, um die gesamte Festung zu erkunden, über die Wehrmauern zu spazieren, einem Yeoman Warder zuzuhören und die Kronjuwelen zu bestaunen.

Wir stellen den gesamten Lesetext sowie eine Hörprobe auf dieser Seite kostenfrei bereit, um jeden Reisenden zu informieren. Unsere umfassende mobile App synchronisiert hunderte Geschichten per GPS in ganz London, was eine kontinuierliche redaktionelle und technische Arbeit erfordert.

— Weiter gehen

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