— REISETIPPS · PARIS
Paris in 3 Tagen: Der präzise Routenplan
In 72 Stunden schaffst du es problemlos, drei bis vier historische Viertel zu erkunden, ohne von Ort zu Ort zu hetzen. Die Schlösser im Umland und die Museen der Vororte musst du dir allerdings für die nächste Reise aufsparen. Der typische Anfängerfehler: viermal täglich die Seine zu überqueren. Dieser Ablaufplan bündelt deine Schritte gezielt nach Arrondissements, damit du jede Stunde Tageslicht optimal ausnutzt.
Von Sophie Dorval, Frankreich-Spezialistin · September 9, 2026 · 9 Min. Lesezeit
Paris umfasst 20 Arrondissements und ein dichtes Verkehrsnetz, doch zu Fuß kommst du meist am schnellsten von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit – vorausgesetzt, deine Route folgt einer klaren Logik. Jeder der folgenden Tage widmet sich einem klar abgegrenzten Gebiet, vom historischen Rive Droite bis zu den Anhöhen des 18. Arrondissements, und bündelt Highlights in direkter Nachbarschaft.
Ein Tipp, bevor du losziehst: Um diese Route ganz selbstständig zu verfolgen – in deinem eigenen Tempo, ohne für jede Sehenswürdigkeit eine Führung zu buchen – nimm eine Audioguide-App mit. Du schaltest die ganze Stadt auf einen Schlag frei, und die Erzählung zu jedem Bauwerk startet automatisch, sobald du davorstehst. Genau das bietet CityGuide in Paris.
Die wichtigste Grundregel: Sichere dir deine Zeitfenster-Tickets für den Louvre oder den Eiffelturm unbedingt einen Monat im Voraus. Andernfalls bleibst du vor verschlossenen Türen auf dem Bürgersteig stehen.
Tag 1
Von Notre-Dame zur Place de la Concorde
Die Hauptachse der Hauptstadt zwischen königlicher Macht und Revolution.
Die Kathedrale Notre-Dame de Paris öffnet Ende 2024 nach dem verheerenden Brand von 2019 wieder ihre Pforten; der Dachstuhl wurde nach Techniken des 13. Jahrhunderts komplett aus massivem Eichenholz rekonstruiert. Der Vorplatz ist kostenlos zugänglich, für die archäologische Krypta benötigst du jedoch ein Ticket.
Die Pont Neuf wurde 1607 unter Heinrich IV. eingeweiht und ist kurioserweise die älteste erhaltene Brücke der Stadt. Überquere sie, um das Kaufhaus La Samaritaine zu erreichen, dessen Art-déco-Glasdach von 1928 vor der Wiedereröffnung 2021 aufwendig restauriert werden musste.
Die Louvre-Pyramide aus 603 Rauten und 70 Glasdreiecken dient seit 1989 als Haupteingang zum Palais du Louvre. Wenn du zu Mittag essen möchtest, meide die touristische Rue de Rivoli und steuere lieber die Fußgängerzonen des 1. Arrondissements rund um das Palais-Royal an.
Der 1664 von André Le Nôtre gestaltete Jardin des Tuileries verbindet den Louvre mit der Place de la Concorde, auf der seit 1836 der 3.300 Jahre alte Obelisk von Luxor thront. Der Zutritt zu den Alleen des Parks ist tagsüber kostenfrei möglich.
Um die Geschichte dieser Plätze intensiv und ohne große Ausgaben nachzuvollziehen, starte „Lutetia: Paris vor Paris“ auf deinem Smartphone. Dieser GPS-basierte Audioguide zeigt dir detailliert den Verlauf einstiger Paläste und Gartenanlagen direkt unter deinen Füßen.
Tag 2
Quartier Latin und Le Marais
Das mittelalterliche Paris: vom Studentenviertel bis zu adligen Innenhöfen.
Die Kirche Saint-Séverin, ein Meisterwerk der Spätgotik (Flamboyant-Stil), besticht durch moderne Glasfenster von Jean Bazaine aus dem Jahr 1970; der Eintritt ist frei. Spaziere anschließend den 1855 von Baron Haussmann angelegten Boulevard Saint-Michel hinauf zu den Gärten des linken Seine-Ufers.
Der französische Senat verwaltet den Jardin du Luxembourg, der 1612 auf Wunsch von Maria von Medici angelegt wurde. Setz dich kostenlos auf einen der berühmten grünen Metallstühle (Modell „Sénat“), die seit 1923 vom Traditionshersteller Fermob gefertigt werden.
Wechsle wieder das Seine-Ufer ins 4. Arrondissement, wo die historische Stadtplanung die schmalen Gassen des 17. Jahrhunderts verschont hat. Erkunde die Höfe und Stadtpalais des Marais: Die frei zugänglichen Gärten des Nationalarchivs (Archives Nationales) schließen im Winter bereits am späten Nachmittag.
Bleibe am besten im Haut-Marais, einem Viertel mit einer besonders hohen Dichte an exzellenten Naturweinbars. Der 1615 gegründete Marché des Enfants Rouges schließt am Wochenende abends seine Essensstände.
Vor Ort lässt du dich einfach führen
Der CityGuide-Audioguide für Paris startet von selbst an jeder Station deiner Route.
Kompletter Audioguide
19,90 € 35,90 €
★ 4,8/5 · 15 Bewertungen
30 Tage Geld-zurück-Garantie
Tag 3
Montmartre und der Pariser Westen
Von den Gipssteinbrüchen des 18. Arrondissements zum Stahlbau der Weltausstellung.
Das 18. Arrondissement erhebt sich auf eine Höhe von 130 Metern. Die 1914 vollendete Basilika Sacré-Cœur wurde aus Château-Landon-Kalkstein erbaut, der bei Regen Kalk absondert und die Fassade dadurch von selbst weiß wäscht.
Spare dir die kostenpflichtige Standseilbahn Funiculaire de Montmartre der RATP und nimm die Treppenstufen der Rue Foyatier. Der Vorplatz der Basilika bietet ein kostenloses, nach Süden ausgerichtetes Panorama über die gesamte Stadt – ideal, um die goldene Kuppel des Invalidendoms zu erspähen.
Spaziere über die Rue des Martyrs hinab ins 9. Arrondissement; entlang dieser Straße reihen sich mehr als 40 Feinkostläden und Handwerksbetriebe aneinander. Die traditionellen Bäckereien verkaufen Baguettes de tradition, deren Zubereitung einem strengen Dekret aus dem Jahr 1993 unterliegt.
Für den Eiffelturm, der zur Weltausstellung 1889 aus 7.300 Tonnen Puddeleisen errichtet wurde, solltest du unbedingt frühzeitig ein Zeitfenster auf der offiziellen Website reservieren. Das Ticket für die Fahrt mit dem Aufzug bis zur Spitze ist kostenpflichtig.
Positioniere dich bei Einbruch der Dunkelheit auf der Esplanade du Trocadéro. Die 20.000 Glühbirnen des Eiffelturms glitzern bis spät in die Nacht zu Beginn jeder vollen Stunde jeweils fünf Minuten lang.
6 goldene Regeln für deinen Städtetrip
- Den Navigo-Easy-Pass erhältst du für wenige Euro am Schalter. Du kannst ihn bequem mit digitalen t+-Einzelfahrkarten aufladen – das ist günstiger als die klassischen Papptickets, die nach und nach komplett abgeschafft werden.
- Der Palais du Louvre bleibt dienstags geschlossen, während das Musée d'Orsay und das Schloss Versailles montags Ruhetag haben. Prüfe die offiziellen Öffnungszeiten sorgfältig, bevor du deine Tage final festlegst.
- Für Fahrten im S-Bahn-Netz RER (Linien A bis E) benötigst du ein spezielles Anschlussticket, sobald du Zone 1 (Paris intra-muros) verlässt. Mit einem einfachen t+-Ticket riskierst du in La Défense ein Bußgeld.
- Der Zutritt zu allen geöffneten Kirchen der Stadt ist prinzipiell frei und kostenlos. Eine Ausnahme bildet die Sainte-Chapelle, die als Nationaldenkmal vom Centre des monuments nationaux kostenpflichtig betrieben wird.
- Das Kaufhaus Galeries Lafayette Haussmann (9. Arrondissement) besitzt eine kostenfrei zugängliche Dachterrasse ohne Konsumzwang. Nimm die Rolltreppe bis in die 8. Etage für einen Panoramablick auf die Opéra Garnier.
- Tischreservierungen für angesagte Restaurants im 11. Arrondissement (Rund um Oberkampf und Bastille) werden oft schon mehrere Wochen im Voraus über Plattformen wie Zenchef oder SevenRooms freigeschaltet.
Die Stadt jenseits der Fassaden verstehen
Prachtvolle Haussmann-Boulevards und historische Steinbrücken auf einer Karte aneinanderzureihen, reicht längst nicht aus, um das Wesen der französischen Metropole zu begreifen. Hinter jeder Sichtachse im 1. Arrondissement und jeder engen Gasse im Marais verbergen sich politische Weichenstellungen, Aufstände und meisterhafte Ingenieurskunst. Wenn du nur auf die Steine blickst, ohne die Anekdoten um Präfekt Poubelle oder die Launen von Ludwig XIV. zu kennen, verpasst du das Wesentliche.
Genau hier kommt eine Audioguide-App wie CityGuide ins Spiel: Sie erkennt, wo du dich befindest, und startet die Erzählung zum jeweiligen Ort im richtigen Moment, während du von einer Station zur nächsten läufst – Hände und Augen frei, sogar offline. So folgst du deiner Route, ohne jemals im Dunkeln zu tappen.
— Häufig gestellte Fragen
Häufige Fragen zum Kurztrip nach Paris
Drei Tage genügen, um drei klar getrennte Stadtteile kennenzulernen – etwa das Zentrum (1. und 4. Arrondissement), das Rive Gauche (5. und 6.) sowie den Norden (18.). Das ist der perfekte Zeitrahmen für einen ersten Überblick, sofern du dich auf maximal ein großes, zeitintensives Museum pro Tag beschränkst.
Die Ausgaben hängen stark vom Viertel ab, aber plane ein solides Budget für ein 3-Sterne-Hotel im 13. oder 15. Arrondissement sowie für die Mahlzeiten ein. Auch für den Besuch der Dauerausstellungen in den Nationalmuseen fallen Eintrittsgelder an.
Die vollautomatische Metrolinie 1 durchquert Paris komplett von Ost nach West und bindet die wichtigsten Knotenpunkte am rechten Ufer an. Meide im Berufsverkehr morgens und am späten Nachmittag unbedingt die Linie 13, da sie chronisch überfüllt ist.
Die Monate Mai und September bieten milde, angenehme Durchschnittstemperaturen – perfekt, um viel zu Fuß unterwegs zu sein. Im August haben viele unabhängige Lebensmittelhändler Betriebsferien, und Parkplätze bleiben in der gesamten Stadt kostenpflichtig.
Ja, für Attraktionen wie den Eiffelturm, das Musée d'Orsay und den Louvre gibt es feste Zeitfenstertickets, die fast ausschließlich online vergeben werden. Ohne vorherige Buchung drohen dir extrem lange Warteschlangen oder im schlimmsten Fall eine Abweisung am Eingang.
Die Seine-Uferpromenade zwischen dem Hôtel de Ville und der Pont Neuf ist komplett autofrei und rund um die Uhr frei zugänglich. Du kannst dir dort problemlos ein Getränk mitbringen – denke nur daran, leere Flaschen und Dosen in den von der Stadtreinigung aufgestellten Mülleimern zu entsorgen.
— Mehr erfahren
Die Geschichte von Paris direkt im Ohr
Unsere CityGuide-App ersetzt veraltete Reiseführer aus Papier. Mit über 120 fundiert recherchierten Wegpunkten, historischen Tonaufnahmen und geprüften Insider-Geschichten erkundest du alle 20 Arrondissements im eigenen Tempo – ganz bequem per GPS auf deinem Smartphone.
Den Audioguide für Paris entdecken



