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Besuch der Piazza dei Miracoli

Kostenloser Audioguide Schiefer Turm von Pisa: Die ganze Geschichte zum Lesen

Du willst verstehen, warum der Schiefe Turm von Pisa schief steht, ohne einen Cent auszugeben? Lies hier den kompletten Kommentar zum berühmtesten Glockenturm der Welt.

Das CityGuide-Team · September 8, 2026 · 7 Min.

Startseite > Italien > Pisa > Schiefer Turm von Pisa
Foto : Pretty Pink · Unsplash

Wenn man die Piazza dei Miracoli betritt, fällt die Silhouette des Schiefen Turms von Pisa sofort ins Auge. Man erwartet zwar seine Schieflage, doch die optische Wirkung bleibt verblüffend. Die meisten Besucher begnügen sich jedoch mit einem lustigen Foto auf dem Rasen, ohne das Geheimnis seines Überdauerns zu ergründen.

Auf dieser Seite stellen wir dir den vollständigen historischen Begleittext des Monuments zum Nachlesen kostenlos zur Verfügung, ergänzt durch eine zwanzigsekündige Hörprobe. Unsere umfassende Audioguide-App für die Stadt Pisa ist kostenpflichtig, doch dieser Text liefert dir bereits alle wesentlichen Schlüsselinformationen.

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Erlebe Stimme und Atmosphäre unserer Tour mit dieser kostenlosen zwanzigsekündigen Hörprobe. Um die gesamte Route durch die Straßen von Pisa zu hören, ist unsere vollständige App kostenpflichtig.

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20-Sekunden-Hörprobe. Der komplette Audioguide der Stadt ist kostenpflichtig.

Was am Schiefen Turm von Pisa kostenlos und was kostenpflichtig ist

Um böse Überraschungen an den Kassen zu vermeiden, erfährst du hier die genauen Zugangsbedingungen auf der Piazza dei Miracoli.

Kostenlos

Zugang zum Platz und Außenansicht

Du kannst die Piazza dei Miracoli frei betreten, dich dem Glockenturm nähern und kostenlos Fotos vom Rasen aus machen.

Kostenpflichtig

Aufstieg auf die Spitze des Turms

Für den Zugang zu den Innentreppen ist ein kostenpflichtiges Ticket mit fester Zeitfenster-Reservierung zwingend erforderlich.

Kostenlos

Vollständiger Kommentar auf dieser Seite

Der gesamte Text unseres historischen Führers und die kurze Hörprobe sind hier kostenlos zugänglich.

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Vollständige Pisa-Audioguide-App

Die CityGuide-App mit automatischer GPS-Auslösung in ganz Pisa ist kostenpflichtig.

Der vollständige Kommentar zum Bauwerk

Nimm vor dem Campanile Platz und tauche ein in acht Jahrhunderte architektonischen Wagemuts, ingenieurtechnischer Fehler und unverhoffter Rettungsaktionen.

1. Was du vor Augen hast

Du stehst vor einem Meisterwerk aus weißem und grauem Marmor, das knapp siebenundfünfzig Meter in die Höhe ragt. Dieses Monument ist kein isoliertes Gebäude für militärischen Ruhm, sondern der Campanile – der freistehende Glockenturm der direkt daneben gelegenen Kathedrale Santa Maria Assunta. Betrachte seine zylindrische Struktur aufmerksam. Er erhebt sich über acht unterschiedliche Stockwerke, gesäumt von eleganten Arkaden, die auf Säulen im reinsten pisanischen Romanikstil ruhen. An der Spitze befindet sich die später hinzugefügte Glockenstube. Schon beim ersten Blick versucht dein Gehirn, den Winkel zu korrigieren: Der Schiefe Turm von Pisa neigt sich spektakulär nach Süden. Dieses prekäre Gleichgewicht trotzt seit Jahrhunderten den Gesetzen der Schwerkraft. Wenn du den Blick über die leuchtend grüne Rasenfläche schweifen lässt, erkennst du, dass dieser Glockenturm zusammen mit dem Baptisterium und der Kathedrale ein religiöses Ensemble bildet, das im Mittelalter die Seemacht der Republik Pisa demonstrieren sollte.

2. Ein von Beginn an verfluchter Bau

Die Bauarbeiten begannen 1173 vermutlich unter der Leitung des Architekten Bonanno Pisano. Zu dieser Zeit schwamm die toskanische Stadt dank ihrer Seesiege im Reichtum und wollte Rivalen wie Florenz oder Genua beeindrucken. Doch sehr schnell trat ein gravierendes geologisches Problem auf. Der Untergrund von Pisa besteht aus Flussablagerungen, lockerem Sand und wassergesättigtem Ton der nahegelegenen Flüsse. Bereits 1178, als die Maurer kaum das dritte Stockwerk erreichten, begann der Boden auf der Südseite nachzugeben. Die Fundamente, mit einer lächerlichen Tiefe von gerade einmal drei Metern, erwiesen sich für eine solche Steinmasse als völlig ungeeignet. Die Arbeiten wurden schlagartig gestoppt. Eine Ironie der Geschichte: Die unaufhörlichen Kriege zwischen Pisa und seinen Nachbarn blockierten den Weiterbau für fast ein Jahrhundert. Dieser erzwungene Stillstand rettete das Monument paradoxerweise, da er dem sumpfigen Boden Zeit gab, sich zu setzen und das Fundament des Gebäudes etwas zu festigen.

3. Der verzweifelte Trick der Baumeister

Im Jahr 1272 nahm ein neuer Baumeister, Giovanni di Simone, die Arbeiten mit einer ebenso kühnen wie riskanten Idee wieder auf, um die Neigung auszugleichen. Statt das Schiefe abzureißen, beschloss er, das Absinken durch schräg aufgesetzte Obergeschosse zu kompensieren. Wenn du ein paar Schritte zurücktrittst und die Mittellinie genau betrachtest, wirst du sehen, dass der Schiefe Turm von Pisa keine gerade geneigte Linie bildet, sondern eine bananenähnliche Krümmung aufweist. Die Erbauer behauten die Marmorblöcke auf der Südseite höher, um den Schwerpunkt nach Norden zu verlagern. Leider beschwerte dieses zusätzliche Gewicht das Einsinken im lockeren Boden noch weiter. Der Bau kam 1284 nach Pisas verheerender Seewiederlage gegen Genua in der Schlacht von Meloria erneut zum Erliegen. Erst im Jahr 1372 stellte Tommaso Pisano die Glockenstube fertig und besiegelte damit endgültig das eigentümliche Erscheinungsbild des Bauwerks.

Der komplette Audioguide für Pisa

Der Text dieser Seite gehört zum CityGuide-Audioguide, der vor jedem Ort der Stadt von selbst startet.

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4. Das Detail, das niemand bemerkt

Wenn du dich dem Sockel näherst, richte deinen Blick auf die Flachreliefs, die das Eingangsportal im Erdgeschoss zieren. Die meisten Reisenden blicken sofort nach oben und übersehen die mittelalterlichen Skulpturen fantastischer Tiere und Flechtwerke, die direkt in den Stein gemeißelt sind. Doch das faszinierendste Detail verbirgt sich an den Außensäulen der ersten Ebene. Mehrere Säulenschäfte wurden im Zuge von Restaurierungen durch Marmor aus anderen Steinbrüchen ersetzt, wodurch unter dem toskanischen Sonnenlicht subtile Farb- und Texturunterschiede entstehen. Schau dir auch den Eingang der Innentreppe an. Wegen des ausgeprägten Winkels sind die spiralförmigen Marmorstufen asymmetrisch abgenutzt: Die Sohlen der Wächter und Besucher haben den Stein unterschiedlich tief ausgehöhlt, je nachdem, ob sie auf der abgesackten oder der gegenüberliegenden Seite emporstiegen – ein Beleg für den ungewöhnlichen Kraftaufwand, den diese Neigung erfordert.

5. Die Gefahr des totalen Einsturzes

Im Laufe der Jahrhunderte sank der Glockenturm immer weiter ab und erreichte Ende des 20. Jahrhunderts eine kritische Neigung von über fünf Grad. 1990 wurde die Gefahr eines drohenden Einsturzes so akut, dass die Behörden das Monument zum ersten Mal in seiner modernen Geschichte für das Publikum schlossen. Eine internationale Kommission aus Ingenieuren und Wissenschaftlern wurde beauftragt, den Campanile zu retten, ohne ihn vollständig aufzurichten – denn niemand wollte seinen legendären Charme verlieren. Mehrere frühere Versuche waren in einem Desaster geendet, etwa als das Einpressen von Flüssigbeton ein plötzliches Absacken verursachte. Die schließlich gewählte Lösung war genial: Über Bohrrohre wurde vorsichtig Erdreich unter der Nordseite entnommen, um den Boden gezielt auf der richtigen Seite absinken zu lassen. Dank dieser Präzisionsarbeit fand der Schiefe Turm von Pisa zu einer sicheren Neigung von rund vier Grad zurück.

6. Was heute davon bleibt

Heute thront der Schiefe Turm von Pisa stolz inmitten des makellosen Rasens des Campo dei Miracoli, der zum UNESCO-Welterbe gehört. Elektronische Sensoren unter seinem Fundament überwachen ihn Tag und Nacht, und Fachleute versichern, dass er nun für mindestens zwei bis drei Jahrhunderte stabilisiert ist. Seine zweihundertvierundneunzig Stufen zu erklimmen, bleibt ein verwirrendes Sinneserlebnis: Dein Innenohr verliert die Orientierung, und dein Körper pendelt beim Aufstieg in der Wendeltreppe von einer Wand zur anderen. Oben angekommen, belohnt der Blick über die Stadt Pisa, die toskanischen Hügel und den Fluss Arno die Mühe reichlich. Dieser unvollkommene Turm, hervorgegangen aus einem Baufehler und launischem Boden, wurde zum Triumph menschlicher Beharrlichkeit über die unerbittlichen Gesetze der Natur. Er beweist, dass selbst eine geologische Schwäche ein unsterbliches Meisterwerk hervorbringen kann.

Wie kann man einen Audioguide für den Schiefen Turm von Pisa nutzen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Campanile mit historischen Erklärungen zu besichtigen.

Der offizielle Audioguide vor Ort

An den Kassen oder über die offizielle Website-App erhältlich, bietet er präzise Kommentare zum Innenbereich der Monumente, bleibt jedoch an feste Zeitfenster gebunden und kostet extra.

Online-Videos und Web-Touren

Im Internet gibt es zahlreiche kostenlose Inhalte zur Vorbereitung des Besuchs, doch sie zwingen dich dazu, auf einen Bildschirm zu starren, statt die Fassaden zu bewundern.

Die mobile CityGuide-App

Unsere App schaltet sich bei deinem Rundgang durch Pisa automatisch im Kopfhörer ein. Die komplette Stadttour ist kostenpflichtig – für absolute Unabhängigkeit.

Praktische Tipps zur Vorbereitung deines Besuchs

Reservierung und Zeitfenster

Um den Turm zu besteigen, ist der Vorabkauf einer Eintrittskarte unerlässlich. Die Anzahl der gleichzeitig zugelassenen Besucher ist aus Sicherheitsgründen streng begrenzt.

Altersbeschränkungen und Sicherheit

Für den Aufstieg über die Stufen des Turms gilt ein Mindestalter. Kleinkinder dürfen nicht hinaufsteigen. Prüfe diese Regelung unbedingt vor der Buchung auf der offiziellen Website.

Zugang zu den weiteren Bauwerken

Die Kathedrale, das Baptisterium und das Camposanto sind je nach Saison kostenpflichtig oder an ein Zeitgutschein-System gebunden. Informiere dich genau auf dem offiziellen Portal.

Offizielle Preise und Öffnungszeiten

Preise und Öffnungszeiten variieren regelmäßig je nach Kombiticket-Optionen. Hier werden keine Tarife erfunden: Sieh auf der offiziellen Website nach, um die aktuellen Preise zu erfahren.

— Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Besuch des Schiefen Turms von Pisa

Nein, es gibt keinen offiziellen vollständigen Audioguide zum kostenlosen Download. Auf dieser Seite bieten wir dir jedoch den kompletten historischen Begleittext zum kostenlosen Lesen sowie eine zwanzigsekündige Hörprobe.

Ja, der Zugang zur Piazza dei Miracoli ist vollkommen frei. Du kannst dich dem Campanile nähern, die skulpturalen Details im Erdgeschoss bewundern und Fotos machen, ohne einen Cent zu bezahlen.

Ja, der Einlass ins Innere des Glockenturms für den Aufstieg zur Spitze ist kostenpflichtig. Der aktuelle Tarif ist auf der offiziellen Website der Opera della Primaziale Pisana einzusehen.

Der Schiefe Turm von Pisa neigt sich, weil er auf lockerem Schwemmlandboden aus Schlick, Sand und Ton errichtet wurde, dessen nur drei Meter tiefe Fundamente unter seinem enormen Gewicht nachgaben.

Nein, die Behörden schreiben ein striktes Mindestalter für das Begehen der steilen Turmstufen vor. Diese Begrenzung dient der Sicherheit der Besucher im engen und schrägen Treppenhaus.

Plane etwa eine halbe Stunde ein, wenn du nur die Fassaden vom kostenlosen Rasen aus bewundern möchtest, und etwa zwei Stunden, wenn du den Turm besteigen und die Kathedrale besichtigen willst.

— Weiter gehen

Entdecke Pisa mit unserem vollständigen Audioguide

Begnüge dich nicht nur mit dem schiefen Turm. Unser kompletter Audioguide schaltet sich automatisch im Kopfhörer ein, um dir ganz Pisa zu Fuß zu erzählen. Lade die kostenpflichtige App herunter, um deinen Rundgang zu starten.

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